
Angebote auf ein gemeinsames Konditionsblatt bringen
Je Großhandel werden Bezugsbasis, Rx-/Non-Rx-Abgrenzung, Rabatt, Skonto, Ziel, Boni, Gebühren und Gültigkeit dokumentiert.
- ApU, AEP und Berechnungsbasis trennen
- Ausschlüsse und nicht rabattfähige Bestandteile kennzeichnen
- Staffeln, Schwellen, Rückvergütungen und Nebenkosten erfassen
- Änderungsdatum und Nachweise festhalten

Reale Euro-Wirkung statt Prozentvergleich
Die Bewertung verbindet Konditionen mit dem tatsächlichen Warenkorb und trennt Preiswirkung von Service- und Versorgungseffekten.
- Net-Net je Lieferant und Warengruppe
- Fehlmengen, Teillieferungen und Zusatzbestellungen
- Retouren, Gutschriften und Rechnungskorrekturen
- Zahlungsziel, Kapitalbindung und administrativer Aufwand

Verhandlung und Monatskontrolle
Abweichungen zwischen Angebot, Rechnung und erbrachter Leistung werden als prüfbare Liste geführt.
- Verhandlungspunkte mit Euro-Wirkung
- Vertrags- und Rechnungsabgleich
- Lieferfähigkeit und Servicelevel separat messen
- Soll-Ist-Bericht mit Verantwortlichen

Handelsspannenausgleich (HSA), KSA und Referenzspanne
Handelsspannenausgleich und Konditionssicherungsausgleich werden anhand der jeweils gültigen Vereinbarung geprüft. Wir erfassen die verwendete Referenzspanne, Berechnungsbasis, Abrechnungszeiträume und Ausnahmen. HSA und KSA werden nicht allein wegen ähnlicher Bezeichnungen als identische Modelle behandelt.
- Vertragsfassung und Gültigkeit der Konditionsvereinbarung zuordnen
- Berechnungsbasis und Referenzspanne aus den Unterlagen dokumentieren
- Ausgleichspositionen mit der Großhandelsabrechnung abstimmen
- Wirkung auf die tatsächlichen Einkaufskonditionen in Euro darstellen

Rx-Skonto, Zahlungsziel und Valuta getrennt prüfen
Für den Konditionsvergleich betrachten wir den vereinbarten Rx-Skonto, seine Bezugsbasis und mögliche Ausschlüsse zusammen mit Zahlungsziel und Valuta. Entscheidend ist, welche Bedingungen dokumentiert sind, wie Zahlungen tatsächlich erfolgen und welche Abzüge in der Abrechnung berücksichtigt werden. Daraus wird kein pauschaler Anspruch auf Rx-Skonto abgeleitet.
- Skontobasis, Fristen und Ausschlüsse nachvollziehen
- Zahlungsziel, Valuta und tatsächlichen Zahlungstermin abgleichen
- Rabatt, Skonto und Boni als eigene Positionen ausweisen
- Liquidität und Kapitalbindung in den Angebotsvergleich einbeziehen

Hochpreiser, Kontingentartikel, OTC und Freiwahl
Die Warenstruktur beeinflusst den Angebotsvergleich. Deshalb werden Hochpreiser, Kontingentartikel, OTC und Freiwahl getrennt ausgewertet. Ein Rabatt auf Kontingentartikel wird nur für die tatsächlich erfassten Produkte, Mengen und Zeiträume angesetzt; Produktabgrenzungen und Sonderbedingungen bleiben sichtbar.
- Produktgruppen und Ausschlüsse aus den Bezugskonditionen übernehmen
- Rabatt auf Kontingentartikel mit Einkaufsdaten abgleichen
- Hochpreiser nach PZN, Kondition und Zahlungsbelastung bewerten
- OTC und Freiwahl nicht mit Rx-Konditionen vermischen

Tourengebühren, Retourengebühren und BtM-Gebühren
Zum Vergleich der Großhandelskonditionen gehört ein vollständiger Gebührencheck. Tourengebühren, Retourengebühren und BtM-Gebühren werden mit den vereinbarten Leistungen und der tatsächlichen Abrechnung abgeglichen. Bei der Retourenregelung prüfen wir dokumentierte Fristen, Ausschlüsse, Abzüge und die zugehörigen Gutschriften.
- Gebühren nach Anlass und Abrechnungszeitraum zuordnen
- Retourenregelung und Retourengutschrift zusammen betrachten
- Vereinbarte Kompensationen gesondert nachhalten
- Lieferleistung und Kosten der Hauptlieferantenposition vergleichen

Dienstleistungsvergütung, Datenmeldung und Kooperationskosten
Dienstleistungsvergütung und Vergütung für Datenmeldung werden mit ihren dokumentierten Voraussetzungen erfasst. Kooperationskosten und weitere Aufwendungen werden separat ausgewiesen. So bleibt erkennbar, welcher Betrag aus dem Warenbezug stammt und welcher an zusätzliche Leistungen oder Pflichten gebunden ist.
- Leistungsumfang und Voraussetzungen jeder Vergütung festhalten
- Vergütung für Datenmeldung nur mit geklärten Datenrechten und Zuständigkeiten einplanen
- Kooperationskosten dem nachvollziehbaren Leistungsnutzen gegenüberstellen
- Keine bedingte Vergütung als garantierten Einkaufsrabatt darstellen

Belieferungsangebot und Verhandlungsmandat
Wir strukturieren Belieferungsangebote für Hauptlieferantenposition und ergänzende Bezugswege. Ein Verhandlungsmandat legt den vereinbarten Auftrag und Vertretungsumfang fest. Bezugskonditionen, Lieferleistung und Nebenkosten werden auf derselben Datenbasis verglichen; Vertragsentscheidungen verbleiben bei den Verantwortlichen der Apotheke.
- Belieferungsangebot, Konditionsblatt und Anlagen zusammenführen
- Verhandlungsziele mit einer nachvollziehbaren Euro-Bewertung priorisieren
- Vertrags- und Rechtsfragen bei Bedarf durch befugte Berater prüfen lassen