Was versteht tiger.PHARMA unter Wehrpharmazie?
Wehrpharmazie umfasst hier die krisenfeste Planung und Umsetzung der Versorgung mit Arzneimitteln und Sanitätsmaterial an zivilen, öffentlichen und militärischen Schnittstellen. Dazu gehören Beschaffung, Bevorratung, GDP-Logistik, pharmazeutische Qualität, Daten, Notfallprozesse und Übungen.
Arbeitet tiger.PHARMA im Auftrag der Bundeswehr?
tiger.PHARMA ist nicht automatisch im Auftrag der Bundeswehr tätig und übernimmt keine hoheitlichen oder militärischen Entscheidungen. Leistungen erfolgen nur auf Grundlage eines konkreten Mandats und innerhalb der jeweils geltenden rechtlichen, sicherheits- und vergaberechtlichen Rahmenbedingungen.
Welche Organisationen können unterstützt werden?
Mögliche Auftraggeber und Projektpartner sind öffentliche Stellen, Kliniken, Krankenhaus- und öffentliche Apotheken, pharmazeutische Großhändler, Hersteller, Logistikunternehmen sowie weitere Einrichtungen mit kritischem Arzneimittel- oder Sanitätsmaterialbedarf.
Wie beginnt ein Projekt zur krisenfesten Arzneimittelversorgung?
Der Einstieg erfolgt mit Auftrag, Szenarien und Schutzbedarf. Danach werden kritische Produkte, Bedarfsträger, Bestände, Lieferketten, Abhängigkeiten, Zuständigkeiten und vorhandene Notfallprozesse bewertet. Daraus entsteht eine priorisierte Roadmap mit Sofortmaßnahmen und Ausbaupfad.
Welche Rolle spielen Apotheken in der Krisenvorsorge?
Öffentliche und Krankenhausapotheken sind dezentrale Versorgungsstrukturen mit pharmazeutischem Fachpersonal, Beschaffungswegen und direktem Patientenzugang. Ihre Einbindung in regionale Netzwerke, Bevorratung, Kommunikation und Übungen stärkt die gesundheitliche Gefahrenabwehr.
Daten werden nach Zweck, Schutzbedarf und Rolle getrennt. Berechtigungen, Protokollierung, Datensparsamkeit, sichere Übertragungswege und definierte Freigaben gehören zum Konzept. Militärisch oder behördlich eingestufte Informationen werden ausschließlich in dafür freigegebenen Strukturen verarbeitet.