Leistungsbereich · Kompetente Apothekenleitung & Management

Strategischer Apothekeneinkauf: Net-Net-EK, Konditionen und Großhandelssteuerung

tiger.PHARMA überträgt professionelles Einkaufsmanagement auf Apotheken: von Spend Analysis und Warengruppenstrategie über Sourcing, Konditionsverhandlung und Procure-to-Pay bis zur laufenden Steuerung der Großhandelsleistung.

Projekt unverbindlich besprechen

Spend Analysis · Net-Net-EK · TCO · Supplier Performance

Einkauf & Pharma-Großhandel

tiger.PHARMA überträgt professionelles Einkaufsmanagement auf Apotheken: von Spend Analysis und Warengruppenstrategie über Sourcing, Konditionsverhandlung und Procure-to-Pay bis zur laufenden Steuerung der Großhandelsleistung.

Entscheidend ist nicht der höchste nominelle Rabatt, sondern der realisierte Beschaffungserfolg. Deshalb verbinden wir Preis-Wasserfall, HSA, KSA, Net-Net-Einkauf, Total Cost of Ownership, Lieferfähigkeit, Prozesskosten, Bestand, Verfall und Working Capital zu einem belastbaren Einkaufsmodell für RX, nonRX, Kontingentartikel, Minderspannenartikel und Hochpreiser.

Spend Analysis und Warengruppenmanagement

Der adressierbare Beschaffungsumfang wird als Spend Cube nach Lieferant, PZN, Warengruppe, Standort und Zeitraum transparent. Daraus entsteht eine Category Strategy statt einer Verhandlung nach Einzelgefühl.

  • Spend under Management und Einkaufsvolumen
  • ABC-/XYZ-Analyse und Pareto-Struktur
  • RX, nonRX und Freiwahl getrennt auswerten
  • Kontingentartikel, Minderspannenartikel und Hochpreiser separat clustern
  • Tail Spend, Lieferantenkonzentration und Maverick Buying
  • Sourcing-Potenzial je Warengruppe

Konditionsarchitektur mit HSA und KSA

Alle sichtbaren und nachgelagerten Konditionsbestandteile werden vom Listen- beziehungsweise Rechnungspreis bis zum realisierten Net-Net-EK in Euro aufgelöst. HSA und KSA werden als eigene Prüf- und Steuerungsgrößen behandelt und nicht in einer pauschalen Rabattzahl verdeckt.

  • HSA und KSA positions- und zeitraumbezogen ausweisen
  • Bar- und Naturalrabatt, Staffelrabatt und Aktionskondition
  • Skonto, Jahresbonus, Rückvergütung und Werbekostenzuschuss
  • Gebühren, Zuschläge, Retourenkosten und Finanzierungseffekt
  • Net-Net-Einkaufspreis und Purchase Price Variance
  • Landed Cost und Total Cost of Ownership (TCO)

Strategic Sourcing und Lieferantenmodell

Bezugswege werden nach Wirtschaftlichkeit, Qualität, Versorgungssicherheit und Flexibilität strukturiert. Haupt-, Zweit- und Speziallieferanten erhalten definierte Rollen; Kontingentartikel und versorgungskritische PZN folgen eigenen Regeln.

  • RFI, RFQ und strukturierter Angebotsvergleich
  • Single, Dual und Multiple Sourcing
  • Vollsortiment, Spezialgroßhandel und Herstellerdirektbezug
  • Kontingentsteuerung, Zuteilungslogik und Alternativquelle
  • Losbildung, Mindestbestellmenge (MOQ) und Abnahmebindung
  • BATNA, Zielkorridor und Verhandlungsszenarien

Großhandelsverhandlung und Vertragsmanagement

Verhandlungen werden mit belastbaren Baselines, Szenarien und einer Total-Cost-Sicht vorbereitet. Zusagen werden in messbare Vertrags- und Leistungsparameter übersetzt.

  • Baseline, Should-Cost-Ansatz und Savings-Pipeline
  • Konditions- und Leistungsmatrix
  • Zahlungsziel, Laufzeit, Kündigungs- und Anpassungsklauseln
  • Service Level Agreement (SLA) und Eskalationsstufen
  • Contract Compliance und Fristenmonitoring

Procure-to-Pay und Rechnungsprüfung

Der operative Purchase-to-Pay-Prozess wird vom Bestellvorgang bis zur Zahlung und Gutschrift kontrolliert. Abweichungen werden nicht nur gefunden, sondern bis zur wirtschaftlichen Klärung verfolgt.

  • Bestellung, Auftragsbestätigung, Wareneingang und Rechnung
  • Three-Way-Match von Bestellung, Wareneingang und Abrechnung
  • Preis-, Mengen-, Konditions- und Gebührendifferenzen
  • Belastungsanzeige, Gutschrift und offene Posten
  • Reklamationsworkflow, Root Cause und Recovery Rate

Supplier Performance und Lieferantenentwicklung

Lieferanten werden über eine Scorecard nach realer Leistung gesteuert. Preis, Lieferqualität und Versorgung werden gemeinsam im Supplier Relationship Management (SRM) bewertet.

  • Fill Rate, OTIF und Servicegrad nach RX und nonRX
  • Lieferquote für Kontingentartikel und Hochpreiser
  • Backorder, Restantenalter, Stornoquote und Lost Sales
  • Lead Time, Termintreue und Wiederverfügbarkeit
  • Reklamationsquote, Reaktionszeit und Gutschriftenlaufzeit
  • Quarterly Business Review und Maßnahmenverfolgung

Bestand, Disposition und Working Capital

Beschaffung wird mit Bedarf, Reichweite und Kapitalbindung verbunden. Hochpreiser, Kontingentartikel und Minderspannenartikel werden risikoadäquat disponiert statt mit einer einheitlichen Lagerregel behandelt.

  • Meldebestand, Sicherheitsbestand und Wiederbeschaffungszeit
  • Bestandsreichweite, Lagerumschlag und Days Inventory Outstanding
  • Bedarfsbezogene Hochpreiser- und Kontingentdisposition
  • Mindestbestellmenge, Losgröße und Bestellrhythmus
  • GMROI, Kapitalbindung und Cash Conversion Cycle
  • Verfall, Retouren, Kontingente und saisonale Peaks

Einkaufs-KPI und Governance

Ein kompaktes Procurement Cockpit verbindet Ergebnis-, Versorgungs- und Prozesskennzahlen mit Verantwortlichkeiten, Freigabegrenzen und einem festen Review-Rhythmus.

  • Realisierte Savings und Cost Avoidance getrennt ausweisen
  • Net-Net-EK, TCO und Deckungsbeitrag je Bezugsweg
  • Spend Compliance und Vertragsnutzungsquote
  • Freigabematrix, Einkaufsrichtlinie und Ausnahmeprozess
  • Monatsreview, Forecast und Maßnahmen-Owner

FAQ

Häufige Fragen

Wie werden HSA und KSA in der Einkaufsanalyse behandelt?

HSA und KSA werden als eigenständige Konditions- beziehungsweise Abrechnungsgrößen aus den jeweils vereinbarten und ausgewiesenen Daten übernommen. Sie werden positions- und zeitraumbezogen geprüft und nicht undifferenziert mit anderen Rabatten verrechnet.

Was bedeutet Net-Net-Einkaufspreis?

Der Net-Net-EK bildet den tatsächlich realisierten Einkauf nach preiswirksamen Rabatten, HSA, KSA, Skonto, Boni, Rückvergütungen, Gebühren und weiteren vereinbarten Konditionsbestandteilen ab. Berechnungslogik, Zeitraum und Abgrenzung müssen eindeutig definiert sein.

Warum werden RX, nonRX und Sondergruppen getrennt analysiert?

RX, nonRX, Kontingentartikel, Minderspannenartikel und Hochpreiser unterscheiden sich bei Preislogik, Konditionsspielraum, Lieferfähigkeit, Kapitalbindung und Risiko. Eine gemeinsame Durchschnittsbetrachtung würde wirtschaftlich relevante Effekte verdecken.

Was unterscheidet Einkaufspreis, Landed Cost und TCO?

Der Einkaufspreis bewertet primär die Ware. Landed Cost ergänzt bezugsbezogene Kosten bis zum verfügbaren Bestand. Total Cost of Ownership berücksichtigt zusätzlich Prozess-, Finanzierungs-, Bestands-, Verfall-, Retouren- und Qualitätskosten über den relevanten Lebenszyklus.

Was wird bei einer Großhandelsrechnung geprüft?

Geprüft werden unter anderem Artikelpreis, Menge, HSA, KSA, Rabatt, Skonto, Bonus, Gebühr, Zuschlag, Retoure, Gutschrift und die Umsetzung vertraglicher Konditionen. Beim Three-Way-Match werden Bestellung, Wareneingang und Rechnung miteinander abgeglichen.

Welche Einkaufskennzahlen sind für Apotheken sinnvoll?

Typische KPI sind Net-Net-EK, Purchase Price Variance, realisierte Savings, Fill Rate, OTIF, Backorder, Lost Sales, Bestandsreichweite, Lagerumschlag, Verfall, GMROI, offene Gutschriften und die Vertragsnutzungsquote. Die Auswahl richtet sich nach Geschäftsmodell und Steuerbarkeit.

Wie werden Großhandelskonditionen verglichen?

Über eine belastbare Vergleichsgruppe und den realisierten Net-Net- beziehungsweise TCO-Effekt. Lieferfähigkeit, Zahlungsziel, Gebühren, Retouren, Verfall und Prozesskosten werden einbezogen, damit ein hoher nomineller Rabatt nicht fälschlich als bestes Ergebnis gilt.

Unterstützt tiger.PHARMA bei Ausschreibungen und Großhandelsverhandlungen?

Ja. Spend Baseline, Leistungsanforderungen, RFI oder RFQ, Zielkorridor, Szenarien und Angebotsvergleich können strukturiert vorbereitet werden. Vereinbarte Konditionen und Service Level werden anschließend in der Umsetzung kontrolliert.

Was ist Supplier Performance Management?

Supplier Performance Management misst die reale Lieferantenleistung anhand definierter Preis-, Versorgungs-, Qualitäts- und Prozesskennzahlen. Scorecard, Business Review, Maßnahmen und Eskalationen schaffen eine nachvollziehbare Lieferantenentwicklung.

Ist laufendes Einkaufscontrolling möglich?

Ja. HSA, KSA, weitere Konditionen, Lieferleistung, Rechnungsabweichungen, offene Gutschriften, Bestand, Marktänderungen und realisierte Ergebnisse können in einem Procurement Cockpit regelmäßig überprüft werden.

Wie unterscheidet sich tiger.PHARMA von klassischer Apothekenberatung?

tiger.PHARMA verbindet die Perspektive eines approbierten Apothekers mit Apothekenpraxis, Großhandelskenntnis, Pharma-Datenmanagement, automatisierter PZN-Beschaffung, Preis- und Verfügbarkeitsdaten sowie operativer Lieferkettenkompetenz.