Wie werden HSA und KSA in der Einkaufsanalyse behandelt?
HSA und KSA werden als eigenständige Konditions- beziehungsweise Abrechnungsgrößen aus den jeweils vereinbarten und ausgewiesenen Daten übernommen. Sie werden positions- und zeitraumbezogen geprüft und nicht undifferenziert mit anderen Rabatten verrechnet.
Was bedeutet Net-Net-Einkaufspreis?
Der Net-Net-EK bildet den tatsächlich realisierten Einkauf nach preiswirksamen Rabatten, HSA, KSA, Skonto, Boni, Rückvergütungen, Gebühren und weiteren vereinbarten Konditionsbestandteilen ab. Berechnungslogik, Zeitraum und Abgrenzung müssen eindeutig definiert sein.
Warum werden RX, nonRX und Sondergruppen getrennt analysiert?
RX, nonRX, Kontingentartikel, Minderspannenartikel und Hochpreiser unterscheiden sich bei Preislogik, Konditionsspielraum, Lieferfähigkeit, Kapitalbindung und Risiko. Eine gemeinsame Durchschnittsbetrachtung würde wirtschaftlich relevante Effekte verdecken.
Was unterscheidet Einkaufspreis, Landed Cost und TCO?
Der Einkaufspreis bewertet primär die Ware. Landed Cost ergänzt bezugsbezogene Kosten bis zum verfügbaren Bestand. Total Cost of Ownership berücksichtigt zusätzlich Prozess-, Finanzierungs-, Bestands-, Verfall-, Retouren- und Qualitätskosten über den relevanten Lebenszyklus.
Was wird bei einer Großhandelsrechnung geprüft?
Geprüft werden unter anderem Artikelpreis, Menge, HSA, KSA, Rabatt, Skonto, Bonus, Gebühr, Zuschlag, Retoure, Gutschrift und die Umsetzung vertraglicher Konditionen. Beim Three-Way-Match werden Bestellung, Wareneingang und Rechnung miteinander abgeglichen.
Welche Einkaufskennzahlen sind für Apotheken sinnvoll?
Typische KPI sind Net-Net-EK, Purchase Price Variance, realisierte Savings, Fill Rate, OTIF, Backorder, Lost Sales, Bestandsreichweite, Lagerumschlag, Verfall, GMROI, offene Gutschriften und die Vertragsnutzungsquote. Die Auswahl richtet sich nach Geschäftsmodell und Steuerbarkeit.
Wie werden Großhandelskonditionen verglichen?
Über eine belastbare Vergleichsgruppe und den realisierten Net-Net- beziehungsweise TCO-Effekt. Lieferfähigkeit, Zahlungsziel, Gebühren, Retouren, Verfall und Prozesskosten werden einbezogen, damit ein hoher nomineller Rabatt nicht fälschlich als bestes Ergebnis gilt.
Unterstützt tiger.PHARMA bei Ausschreibungen und Großhandelsverhandlungen?
Ja. Spend Baseline, Leistungsanforderungen, RFI oder RFQ, Zielkorridor, Szenarien und Angebotsvergleich können strukturiert vorbereitet werden. Vereinbarte Konditionen und Service Level werden anschließend in der Umsetzung kontrolliert.
Supplier Performance Management misst die reale Lieferantenleistung anhand definierter Preis-, Versorgungs-, Qualitäts- und Prozesskennzahlen. Scorecard, Business Review, Maßnahmen und Eskalationen schaffen eine nachvollziehbare Lieferantenentwicklung.
Ist laufendes Einkaufscontrolling möglich?
Ja. HSA, KSA, weitere Konditionen, Lieferleistung, Rechnungsabweichungen, offene Gutschriften, Bestand, Marktänderungen und realisierte Ergebnisse können in einem Procurement Cockpit regelmäßig überprüft werden.
Wie unterscheidet sich tiger.PHARMA von klassischer Apothekenberatung?
tiger.PHARMA verbindet die Perspektive eines approbierten Apothekers mit Apothekenpraxis, Großhandelskenntnis, Pharma-Datenmanagement, automatisierter PZN-Beschaffung, Preis- und Verfügbarkeitsdaten sowie operativer Lieferkettenkompetenz.