tiger.PHARMA entwickelt das länderspezifische Zielmodell, führt regulatorische, pharmazeutische, technische und kaufmännische Arbeitspakete in einem Masterplan zusammen und begleitet von der Machbarkeit über Behörden- und Partnerkoordination bis zu Testbetrieb, Inspektionsbereitschaft und Go-live. Rechts- und Steuerfragen werden mit den jeweils befugten Fachpartnern abgestimmt.
tiger.PHARMA Kompetenz
Themen, die wir beherrschen
Versandhandelserlaubnis: Voraussetzungen, Antrag und Kostenblöcke
Betriebsmodell, Apotheke, Räume, QMS, Beratung, Technik, Versand und Lieferländer werden vor dem Antrag gemeinsam geplant. Behördengebühren, Technik, Qualifizierung und laufender Betrieb werden getrennt kalkuliert; pauschale Kosten- oder Terminzusagen wären unseriös.
Deutschland: ApoG, ApBetrO und zuständige Behörde
Niederlande: lokales Betriebs- und Versandmodell prüfen
Ein kontrollierter Start trennt behördliche, pharmazeutische, technische und operative Freigaben. Vor dem ersten produktiven Auftrag werden Rezept- und Produktwege, Beratung, Datenschutz, Zahlung, Packprozess, Temperatur, Carrier, Retoure, Rückruf und Notfallbetrieb Ende zu Ende getestet.
Erlaubnis- und Registerstatus je Sitz- und Zielland
QMS, Rollen, SOPs und Schulungsnachweise
Shop, E-Rezept, Warenwirtschaft und Versand im E2E-Test
Pilot, Abweichungsszenario, Freigabeprotokoll und Hypercare
EU-Logo, Register und Zielmarktregeln prüfbar halten
Das gemeinsame EU-Sicherheitslogo muss zur zuständigen nationalen Registerseite führen. Sortiment, Rezeptweg, Pflichtinformationen, Beratung, Werbung und Lieferung werden je Zielland freigegeben; ein Sitzland allein legitimiert keine pauschale Belieferung aller EU-Märkte.
Betreiber- und Apothekendaten konsistent halten
Logo und Registereintrag technisch prüfen
Länder-Matrix für Rx, OTC, Sprache und Beratung
Änderungen nur über dokumentiertes Compliance-Review
Geschäftsmodell, Zielmärkte und Business Case
Zuerst wird geklärt, aus welchem Land die Apotheke operiert, welche Arzneimittelkategorien und Zielgruppen bedient werden und ob B2C, E-Rezept, Marktplatz, Partner- oder Plattformmodell wirtschaftlich und regulatorisch tragfähig sind.
Sitzland, Zielländer und zulässiges Leistungsportfolio
Rx-, OTC-, Freiwahl- und Gesundheitsproduktstrategie
Umsatz-, Deckungsbeitrags- und Kapazitätsmodell je Auftrag
Investition, Betriebsmittel, Working Capital und Break-even-Szenarien
Deutschland: öffentliche Apotheke plus Versanderlaubnis
Der Versand apothekenpflichtiger Arzneimittel baut in Deutschland auf einer erlaubten öffentlichen Apotheke auf. Für den Versand werden ein länderspezifischer Antrag, geeignete Betriebsräume und ein Qualitätssicherungssystem benötigt; der Shop ist mit dem Versandhandelsregister und dem verlinkten EU-Sicherheitslogo zu verbinden.
Betriebserlaubnis und Versandhandelserlaubnis nach § 11a ApoG
Raum-, Lager-, Pack-, Beratungs- und Retourenkonzept
QMS für Bestellung, pharmazeutische Prüfung, Versand, Tracking, Zweitzustellung und Transportversicherung
BfArM-Register, EU-Sicherheitslogo, E-Rezept- und Rezeptprüfung
Niederlande: Anbieterstatus und Arzneimittelkategorien
In den Niederlanden hängt das Modell von der höchsten angebotenen Arzneimittelkategorie ab. Für UR- und UA-Arzneimittel ist pharmazeutische Berechtigung entscheidend; der Online-Anbieter wird beim CIBG registriert und führt das niederländische EU-Logo mit Link zum behördlichen Eintrag.
Rechtsform, KvK-Eintrag, Standort und verantwortliche pharmazeutische Organisation
Sortimentsabgrenzung nach UR, UA, UAD und AV
CIBG-Anmeldung bei Online Aanbieders Medicijnen
Logo, Shop- und Beratungsprozesse nur im genehmigten Umfang
Tschechien: Apotheke, Anzeige und SÚKL-Prozess
Ein tschechischer Versandhandel wird durch eine Apotheke betrieben und gegenüber SÚKL angezeigt. Das zulässige Sortiment, die Website-Pflichten und die pharmazeutische Besetzung unterscheiden sich vom deutschen Modell; aktuelle SÚKL-Vorgaben zu Personal, Transport und Abholboxen müssen in den Betrieb übersetzt werden.
Apothekenbetrieb und verantwortlicher beziehungsweise beauftragter Apotheker während des Versandbetriebs
Anzeige von Beginn, Unterbrechung, Ende und relevanten Website-Änderungen
SÚKL-Unterlizenz und EU-Logo auf arzneimittelbezogenen Shopseiten
OTC-Abgrenzung, Produktangaben, Beratung, Transport, Boxen und Qualitätsverantwortung
Apothekenleitung, Personal und Governance
Eine kompetente pharmazeutische Leitung braucht echte Entscheidungsrechte, Vertretung und einen belastbaren Personaleinsatzplan. Shop, Kundenservice, Lager und Versand dürfen nicht organisatorisch an der Apothekenverantwortung vorbeilaufen.
Leitungs-, Stellvertretungs- und Eskalationsmatrix
Kapazitätsmodell für Approbierte, PTA/PKA, Kundenservice und Logistik
Schicht-, Spitzenlast-, Wochenend- und Notfallkonzept
Schulung, Kompetenznachweise und 30-/60-/90-Tage-Onboarding
QMS, Arzneimittelsicherheit und Audit Readiness
Das QMS bildet den gesamten Weg vom Auftrag bis zur Zustellung oder Retoure ab. Es verbindet pharmazeutische Freigabe, Fälschungsschutz, Datenschutz, Temperatur, Reklamation, Rückruf und Dienstleistersteuerung.
Prozesslandkarte, SOPs, Dokumentenlenkung und Schulungsmatrix
Lieferanten-, Carrier- und IT-Dienstleisterqualifizierung
Abweichung, CAPA, Rückruf, Reklamation und Pharmakovigilanz-Schnittstelle
Selbstinspektion, Mock Audit und Managementbewertung vor Go-live
Shop, E-Rezept, Daten und Datenschutz
Die technische Plattform muss Arzneimitteldaten, Rezeptprüfung, Beratung, Warenwirtschaft, Zahlung und Fulfillment ohne unkontrollierte Medienbrüche verbinden. Gesundheitsdaten und Zugriffsrechte werden von Anfang an nach Privacy und Security by Design behandelt.
Shop, PIM/PZN-Daten, ERP/WaWi, WMS und Carrier-API
E-Rezept-, Rezept-, Interaktions- und Freigabeprozess
DSGVO, Rollenrechte, Protokollierung, Aufbewahrung und Löschkonzept
Barrierefreiheit, Consent, Produkttexte, Werbung und rechtssichere Customer Journey
Lager, Packprozess, Temperatur und Last Mile
Produkte werden nach Lager- und Transportanforderung klassifiziert. Verpackung, Route, Carrier, Zustelloptionen und Rücksendungen werden als eine kontrollierte Qualitätskette ausgelegt und vor Skalierung getestet.
Zonen, Mapping, Bestandsführung, FEFO, Quarantäne und Verfall
Packanweisung, Serialisierung und Vier-Augen-Kontrollen
Sommer-/Winterprofile, Kühlware, Laufzeit- und Verzögerungsszenarien
Tracking, persönliche Übergabe, Abholboxen, Retouren und dokumentierte Qualitätsentscheidung
Einkauf, Pricing und Verfügbarkeit
Beschaffung und Preislogik werden vor dem Start aufgebaut. Der Shop darf Wachstum nicht mit negativen Deckungsbeiträgen, unnötiger Lagerbindung oder instabiler Lieferfähigkeit erkaufen.
Vollsortiment, Direktbezug, Spezial- und europäische Bezugswege
Netto-Netto-Einkauf, Hochpreiser, Kontingente und Lieferengpässe
Deckungsbeitrag je PZN, Auftrag, Kanal und Zielland
Wettbewerbsmonitoring, Preisuntergrenzen, Aktions- und Freigaberegeln
Validierung, Go-live und skalierbarer Betrieb
Vor dem ersten Echtauftrag werden kritische Patient Journeys, Schnittstellen und Ausnahmefälle getestet. Ein begrenzter Pilot mit klaren Abbruch- und Freigabekriterien schützt Patienten, Team und Kapital.
End-to-End-, Last-, Rollen- und Notfalltests
Testrezepte, Fehlzustellungen, Kühlabweichung, Retoure und Rückruf
Go-live-Readiness-Review mit offenen Punkten und Verantwortlichen
Hypercare, KPI-Cockpit und 30-/90-/365-Tage-Skalierungsplan
Startentscheidung: Betriebsmodell, Erlaubnisweg und Go-live-Gates
Die Leistung richtet sich an Inhaber:innen einer bestehenden öffentlichen Apotheke und Projektverantwortliche, die einen Arzneimittelversand aufbauen oder neu ordnen. Vor Investitionen werden Sitzmarkt, Zielmärkte, Sortiment, Rezeptwege, Beratung, Logistik und Wirtschaftlichkeit als zusammenhängendes Betriebsmodell entschieden.
Öffentliche Apotheke, Zuständigkeit und zusätzlicher Erlaubnisweg nach § 11a ApoG verifizieren
Rx-, OTC-, Rezept- und Beratungswege je Zielmarkt eindeutig abgrenzen
QMS, Räume, Personal, IT, Datenschutz, Verpackung und Carrier in einen belastbaren Go-live-Plan überführen
Fixkosten, variable Auftragskosten, Anlaufbestand und Deckungsbeitrag als Entscheidungskorridor prüfen
Go-live erst nach dokumentierter Fach-, Qualitäts-, Technik- und Betriebsfreigabe
FAQ
Häufige Fragen
Braucht eine Versandapotheke in Deutschland eine öffentliche Apotheke?
Ja. Der Versand apothekenpflichtiger Arzneimittel wird zusätzlich zum üblichen Betrieb einer öffentlichen Apotheke erlaubt. Vor Aufnahme ist die Versandhandelserlaubnis der zuständigen Behörde erforderlich; Räume, QMS und Betriebsmodell werden dabei geprüft.
Darf eine deutsche Versandapotheke verschreibungspflichtige Arzneimittel versenden?
Grundsätzlich ja, wenn ein gültiges Rezept beziehungsweise E-Rezept vorliegt und die arzneimittel-, apotheken- und versandrechtlichen Anforderungen erfüllt sind. Produkt- und Rezeptausnahmen müssen im konkreten Prozess berücksichtigt werden.
Was ist für eine Online-Apotheke in den Niederlanden zusätzlich wichtig?
Das Sortiment wird nach UR, UA, UAD und AV abgegrenzt. Organisation, Standort und berechtigte Fachperson müssen zum angebotenen Umfang passen. Der Anbieter meldet die Website beim CIBG an und nutzt nach erfolgreicher Prüfung das verlinkte niederländische EU-Logo.
Das tschechische Versandmodell ist für den Versand an Endkunden wesentlich enger gefasst und auf nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ausgerichtet. Sortiment, Produktdarstellung, Anzeige und Beratung werden deshalb vor dem Markteintritt gegen die aktuellen SÚKL-Vorgaben geprüft.
Kann eine Versandapotheke aus NL oder CZ nach Deutschland liefern?
Ein grenzüberschreitendes Modell muss sowohl die Berechtigung im Sitzland als auch die Anforderungen des Zielmarkts erfüllen. Vor dem Start werden Sortiment, Rezeptweg, Preis- und Erstattungslogik, Beratung, Werbung, Datenschutz, Versand und Registrierung je Zielland geprüft.
Wie lange dauert die Gründung einer Versandapotheke?
Die Dauer hängt von Ausgangsapotheke, Sitzland, Räumen, Genehmigungen, Technik, Personal und Zielmärkten ab. Ein belastbarer Plan arbeitet rückwärts vom gewünschten Starttermin, berücksichtigt Behörden- und Testzeiten und startet erst nach dokumentierter Readiness.
Welche Kostenblöcke werden häufig unterschätzt?
Neben Shop und Lager sind insbesondere pharmazeutisches Personal, QMS, Schnittstellen, Produktdaten, Verpackungsqualifizierung, Carrier-Sonderprozesse, Retouren, Marketing-Anlauf, Working Capital, Hochpreiser und Sicherheitsreserve relevant.
Wo unterstützt tiger.PHARMA konkret?
Von Machbarkeit, Ländermatrix, Standort- und Business Case über Erlaubnis- und QMS-Projektleitung, Verantwortungsmodell, Sourcing, Logistik- und IT-Anforderungen bis zu Partnerauswahl, Mock Audit, Go-live und Hypercare. Rechts- und Steuerberatung werden mit befugten Partnern koordiniert.
Wie beantragt man eine Versandhandelserlaubnis nach § 11a ApoG?
Der Inhaber einer öffentlichen Apotheke beantragt die zusätzliche Erlaubnis bei der zuständigen Behörde und weist einen geeigneten, im QMS beschriebenen Versandprozess nach. Räume, Personal, Beratung, Verpackung, Transport, Zustellung und Qualitätssicherung müssen zum tatsächlichen Modell passen.
Was ist das Ergebnis der Setup-Beratung?
Ein entscheidungsfähiges Betriebsmodell mit Erlaubnis- und QMS-Pfad, Zielmarkt- und Sortimentsabgrenzung, Prozess- und Systembild, Kostenkorridor, Verantwortlichkeiten sowie überprüfbaren Go-live-Gates.
tiger.PHARMA Leistungen
Passende Bausteine für die Umsetzung
Von der Planung bis zum laufenden Betrieb: Wählen Sie den passenden Baustein für Ihre pharmazeutische Umsetzung.